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 Holland/Deutschland - Jedes Mal die Rückfälle, ein Schritt vor und zwei zurück...

Von einer manischen Depression kann jeder befallen werden. Ich lebe schon seit über 30 Jahren damit und habe es geschafft auch zu überleben damit.... Einmal aus der Klinik, habe ich mein Leben selbst in die Hand genommen und das ohne Tabletten. Ständig habe ich auf mich acht gegeben und hinter mich geschaut; soll doch keiner mitkriegen dass ich geisteskrank bin. Und jedes Mal die Rückfälle; ein Schritt vor und zwei zurück. Kaum einen Plan verwirklicht und schon wieder lag ich in der Klinik mit durchgeschnittenen Pulsadern...
> vollständige Erfahrungsgeschichte von Ilonka
 

Schweiz/Italien - Nicht ein Arzt, sondern eine Betroffene stellte mir die Diagnose...

Fast 10 Jahre brauchte es, bis mir jemand ins Gesicht sagte, dass ich manisch-depressiv krank sei. Doch endlich hatten meine inneren Schwankungen einen Namen. Besonders dankbar war ich meiner Arbeitskollegin nicht, dass sie mir schonungslos eine Diagnose hingeworfen hatte, zu der die früher konsultierten Fachleute (zwei Hausärzte, ein Psychologe und zwei Psychiater) nicht fähig gewesen waren.
Die Lithiumtherapie habe ich drei oder vier Mal abrupt abgesetzt. Die Depressionen waren die schmerzhafte Quittung für diesen in hypomanischen Phasen gefassten Entschluss. Später dann verfluchte ich meine Flucht aus dem Medikament. Ich erkannte, dass ich nie richtig JA zur Diagnose gesagt hatte.
> vollständige Erfahrungsgeschichte von Manfred

 
Manisch-depressiv und dennoch ein erfülltes Leben
Ich finde es schade, dass so wenig über diese Krankheit gesprochen wird und viele gar nicht wissen, was nach dem heutigen Wissensstand, die Ursache dieser Krankheit ist.. Meine Gefühle wechseln auch in gesunden Zeiten oft innert Stunden. Das ist für mein Umfeld, aber auch für mich selber oft schwer zu ertragen. Jetzt habe ich mich dazu durchgerungen und eine Lithium-Therapie begonnen.
> Erfahrungsbericht von Lisa aus der Schweiz

 
Sehr wichtig für eine effiziente Behandlung ist es, einen kompetenten Arzt zu finden. Es ist irgendwie dasselbe wie mit den KfZ-Werkstätten. Es ist allgemein bekannt, dass manche Werkstätten günstiger arbeiten als manch teure Werkstätten und genaus so sollte man es mit den Ärzten machen. Weiter ist es wichtig, sich über die Medikamente zu informieren, die einem der Arzt verordnet. Am besten sollte der Arzt gleich erklären, warum er das Medikament verschreibt...
> Gedanken von Volker, zur Therapie der Bipolaren Störung
 
 
     Deutschland - Aus Liebe bei ihm geblieben und Krankheit als Hoffnung
   

 

Daniela verliebt sich in Markus und nur wenige Monate später erklärt er ihr, dass er manisch-depressiv ist. Ein Hürdenlauf beginnt, der nicht zu enden scheint. Der Wechsel von Manien und Depressionen stellt die Liebe hart auf die Probe. Doch sie wagt das fast Unmögliche. Durch Liebe und klare Vorgaben wird die Beziehung weitergeführt. Der Schuldenberg wird abgetragen. Endlich kommt wieder Ruhe in den Alltag.
> aus dem Erfahrungsbericht von Daniela (zusammengetragen von Julia Weidenbach in BRIGITTE)
 
    Monika (49) ist manisch-depressiv. Seit 9 Jahren arbeitet sie als Patientenfürsprecherin, mit Angehörigen von Betroffenen. Diese sind überrascht, dass sie selbst an dieser Krankheit leidet. Durch ihre ausgegliche Art vermittelt sie Hoffnung und Zuversicht, dass diese Krankheit nicht "Endstation" des Lebens ist.
> aus dem Erfahrungsbericht von Monika Wolff  (zusammengetragen von Julia Weidenbach in BRIGITTE)
 
   
   

 Deutschland - Mein Onkel leidet unter Grössenwahn...

Mein Onkel ist, oder wir vermuten es zumindest, davon betroffen. Er hat versucht sich selbstständig zu machen, aber es ging daneben. Und nun macht er seine Familie für das Misslingen verantwortlich.
Ich finde er leidet auch an Grössenwahn, er kann sich einfach nicht unterordnen. Er ist Diplom-Informatiker und hat in großen Computerfirmen gearbeitet, aber es hat ihm nie gepasst, dass er sich dem Chef unterzuordnen hatte und so hat er zich mal gekündigt. Ich konnte das nie verstehen, aber ich denke inzwischen auch das er krank ist und ihm geholfen werden muss.

> vollständige Erfahrungsgeschichte von Romy

 

 Schweiz-USA - Eine Dolmetscherin dreht durch und gründet später eine Selbsthilfeorganisation
Marylou Selo ist eine erfolgreiche Dolmetscherin, die international tätig ist. Dann dreht sie immer wieder durch und bringt ihre Eltern zur Verzweiflung. Auch ihr besorgter Ehemann ist nicht mehr fähig, die dynamische Frau zu bändigen. Sie bricht immer wieder aus, findet in ihren manischen Phasen faszinierende Partner und macht so ziemlich alles, was die Gesellschaft von einer Dame aus gutem Haus nicht dulden kann. Immer wieder landet sie in der Klinik. Im Laufe der Jahre lernt sie ihre Krankheit kennen und nimmt regelmässig ihre Medikamente ein. So stürmisch sie lebte, so intensiv und erfolgreich wurde ihre Zukunft. Marylou Selo gilt heute als eine der erfolgreichsten Gründerinnen von Selbsthilfegruppen. Sie ist die Initiatorin von EQULIBRIUM, einer Organisation, die bipolaren und depressiven Menschen Hilfe bringt. Eine von ihr gegründete Stiftung fördert internationale Forschungsprojekte.
> die Erfolgsgeschichte der Marylou Selo

 
Ein Arzt erlebt die Manie und die Depression in schlimmster Form selbst
Peter ist Arzt und selber bipolar veranlagt. Er kann all sein inneres Leiden intellektuell nachvollziehen, ist aber in dessen Behandlung hilflos und auf andere Berufskollegen angewiesen. Er kämpft seit Jahren mit seiner Krankheit und es gelingt ihm immer besser die die Symptome seines Leidens in den Griff zu bekommen. Peinlich ist für ihn die Tatsache, dass er seine Kollegen immer wieder um Hilfe bitten muss. Er lässt aber nicht locker. Immer besser gelingt es ihm seine Medikamente derart einzustellen, dass er in Würde leben kann. Er kämpft auch um seine berufliche Anerkennung. Die Chancen stehen gut.
> ein Arzt als Betroffener, der aber auch anderen hilft

 
Beate, eine junge Akademikerin, kämpft als Mutter mit ihrer Krankheit
Dies ist die Erzählung einer jungen Akademikerin, die mit den Auswirkungen der Bipolaren Störung kämpft. Sie möchte gerne Mutter werden. Ihr Mann leidet unter den Symptomen ihrer Krankheit. Wirklichkeit und irreale Welt vermischen sich in ihrer Gedankenwelt zu traumatischen Bildern. Was ist wahr, was ist Fiktion? Als Mathematikerin weiss sie komplexe Sachverhalte zu analysieren. Gelingt ihr dies auch bei ihrer Krankheit?
> die etwas irreale aber wahre Geschichte der jungen Beate

 
Ein Ordensmann erzählt von seinem Leidensweg als bipolar Erkrankter
Pater Benedikt Auer ist Mitglied des Benediktinerordens. Mit 36 Jahren trat er in ein Kloster ein, doch erst im Alter von 60 Jahren wurde seine Krankheit erkannt. In seinem Text gibt der Priester und Hochschullehrer Tipps für Ordensgemeinschaften, in denen Menschen leben, die an der bipolaren Störung erkrankt sind.
> Erfahrungen und wertvolle Tipps für kirchliche Gemeinschaften

 
Carsten, ein gelungener Wiedereinstieg ins Arbeitsleben
"Aber ich war noch nicht bereit mich psychologisch betreuen zu lassen, dachte, das schaff ich noch alleine." Als sich dann auch noch seine Frau von ihm trennte, fühlte er aber überhaupt keinen Halt mehr und versuchte sich das Leben zu nehmen. Von der Rentenversicherungsanstalt bekam er daraufhin das Angebot, sich in einer betreuten Werkstatt umzuschauen, da er mit der Diagnose "manisch-depressiv" auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum mehr Aussicht habe, eine Anstellung zu finden.
> Ein Zeitungsbericht aus ALB BOTE-Südwest aktiv
Daniel Johnston, ein erfolgreicher Songwriter, Back on Stage, dank Medikamente
Er selbst bezeichnete sich als »Sorry Entertainer«. Für andere gilt Daniel Johnston als der beste lebende Songwriter der Welt. Da er unter einer bipolaren Störung leidet und Zeit seines Lebens immer wieder zu Aufenthalten in Psychiatrien gezwungen war, wuchs die Legende um seine Songs und seine Comic-Zeichnungen in den Zeiten seiner Abwesenheit ins Unermessliche.
> Ein Bericht in der Pop-Zeitschrift SPEX
Manien als psychotische Schübe erlebt
In seinem kurzen Erlebnisbericht stellt Karlo Kalongo eindrücklich dar, wie er in manischen Phasen eine "Weltverbundenheit" erlebt, die auch spirituell erklärt werden könnte. Er bekam "Angst" ein Genie zu sein, fürchtete sich vor der eigenen Genialität. Glück, Zufriedenheit und Euphorie waren seine ständigen Begleiter.
> Ein Erfahrungsbericht über die spirituelle Dimension einer Manie

 

    Erfahrungsberichte aus Grossbritannien

Videoclips
(6) der BBC von jeweils ca. 2 Minuten, von Betroffenen
   


Erfahrungsberichte aus den USA


Adele Ashworthy  Eine Romanschriftstellerin spricht offen über ihre Krankheit
Bill Lichtenstein - Ein investigativer Journalist aus New York erzählt seinen Umgang mit der Krankheit
Father Benedict Auer O.S.B.  Ein Mitglied des Benediktinerordens spricht über seine Erfahrungen
Caroline  Die bewegte Geschichte einer manisch-depressiven Karriere
Donna  Ein weiteres Online-Tagebuch, der "Bipolar-Community"
Jeane  Ein Online-Tagebuch
MGBA  Jede bipolare Episode schien sich zu verselbständigen, und ich verlor jede die Kontrolle
John D. Mudie  Wenn ich manisch bin, dann erscheint mir die Welt wie ein wundervoller Spielplatz
Sam  Chronologie (1946-2000) eines manisch-depressiven Lebens
Scott Simmie  Ein kanadischer Fernsehjournalist dreht durch und landet in Hongkong in einer psychiatrischen Klinik
Selina L. Glater Eine Musiktherapeuting erzählt ihre bipolare Erfahrung
Serena  Gebt nicht auf!
Sheila Mary La Polla  Ich habe überlebt! Eine Beraterin des US-Senats erzählt von ihrer Krankheit
Susan Dime-Meenan  Ich ging zu den besten Ärzten, doch keine stellte die richtige Diagnose

Tagebuch  eines Betroffenen (1999)
Thomas  Ein Kleinkind mit Bipolarer Störung
Tracy  Bipolare Menschen gehören zu den interessantesten Menschen die ich kenne
Zanny  Eine Betroffene (41) erzählt über die Fehldiagnose und ihre MD-Freunde im Internet

Bipolare Kurzgeschichten aus den USA
The New York Times - The Bipolar Puzzle
 

    Englischsprachige Filme über die Bipolare Störung